SUDECKSCHE
ERKRANKUNG
Sudecksche-Erkrankung
Dieses Thema auf englisch (in english):
www.su
deck-disease.com
Manche Autoren schreiben den Begriff Sudecksche Erkrankung auch mit Bindestrich (Sudecksche-Erkrankung).
Die Sudecksche Erkrankung wurde nach dem Hamburger Chirurgen Paul Su deck (1866-1945) benannt, der sie um 1900 erstmalig beschrieben hat.
Die Sudecksche Erkrankung tritt selten auf, Schätzungen gehen von ca. 14000 Fällen pro Jahr aus. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, Kinder selten. Die Angaben, wie oft es nach einem Unfall bzw. nach einer Verletzung (dazu zählen auch operative Eingriffe) zu dieser Krank heit kommt, variieren sehr stark, sie reichen von 0,04 bis 4 %.
Da eine
Sudecksche-Erkrankung
aber nicht zwingend nach jeder Verletzung
auftritt, muß es eine individuelle Kran
kheitssdisposition
(=
Kran
kheitsanfälligkeit)
mit besonderer vegetativer (= das
unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Labilität geben. Manche Autoren vermuten auch eine psychische Labilität.
Häfliger J. hat für die 6. Zürcher Schmerzkonferenz
(1997) eine Literaturrecherche durchgeführt und dabei festgestellt, dass
psychische Symptome wie Depressivität, Ängstlichkeit, eine
Somatisierungstendenz, Aggressionshemmung, emotionale Labilität u.a. bei
Patienten mit einer Sudecksche
n Erkrankung häufig vorzufinden sind
(Quelle: www.mor
bus-su
deck.ch).
Bei der Sudecksche n Erkrankung handelt es sich um reaktive, neurovaskulär (= Nerven - und Gefäßsystem betreffend) bedingte, (meist) in 3 Stadien ablaufende Weichteil - und Knochen veränderungen rumpfferner Gliedmaßen abschnitte als Verletzungsfolge (v.a. nach Knochen brüchen), aber auch nach Entzündungen oder Nervenschädigungen.
Die Pathogenese
(= Kran kheitsentwicklung)
der
Sudecksche
n Erkrankung ist unbekannt.
Die Patienten klagen über diffuse und heftige
Brennschmerzen, ähnlich wie bei einer
Kausalgie
(=
Schmerzen nach
Nervenverletzungen)).
Häufig besteht eine
Hyperästhesie
(= gesteigerte Empfindlichkeit)
bis hin zu Allodynie (=
Berührungsschmerzen
schon bei leichter, normalerweise nicht schmerzhafter
Berührung).
Aufgrund der Zirkulationsstörung sind die betroffenen Partien meist bläulich
livide verfärbt und ödematös (=
aufgequollen)
verändert. Häufig bemerken die Patienten eine erhöhte Schweißneigung im
betroffenen Körperbereich. Beteiligte
Gelenk e versteifen
oft und führen so zu einer Behinderung.
Die Art der Gewebsveränderung läßt
an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner 1988).
| Sudecksche Erkrankung am linken Fuß (Innenseite) (1. Stadium): |
Besonders gravierend ist diese Erkrankung im Bereich der Hand, weil sie dort häufig zur Invalidität führt. Im Bereich der unteren Extremität tritt die Sudecksche Erkrankung bevorzugt im Bereich des Fuß es auf, seltener Hüfte oder Knie.
Die drei klassischen Stadien (zunehmend sehen wir auch Abweichungen) der Sudecksche n Erkrankung:
Akutes
Stadium
Im Vordergrund stehen
Schmerzen, auch in Ruhe, Schwellung infolge eines Ödems
(= krankhafte
Flüssigkeitsansammlung)
und hochgradige Funktionseinschränkung. Die Haut ist rötlich/bläulich
verfärbt und teigig verändert sowie überwärmt (siehe Abbildung).
Dystrophisches (= durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen
und Veränderungen einzelner Körperteile betreffendes) Stadium
Das Gewebe at
rophiert (=
schwindet, bildet sich zurück)
und die Schwellung geht zurück.
Schmerzen lassen nach und die Temperatur im
betroffenen Körperbereich ist herabgesetzt.
Stadium der At
rophie
Knochen
und
Weichteile sind at
rophiert (= haben sich
zurückgebildet), auch
die
Muskeln, beteiligte
Gelenk
kapseln sind
geschrumpft. Es besteht eine deutliche
Bewegung
seinschränkung. Die Haut ist dünn, blaß, beteiligte
Knochen sind entkalkt (seitenvergleichendes Röntgenbild!).
Wie wird die Diagnose gestellt?
Ty pische Vorgeschichte ((meist (aber nicht zwingend) nach einer Verletzung oder auch nach einer Operation))
Körperliche Untersuchung - Inspektion (= Betrachtung des Patienten zur Feststellung des körperlichen Zustandes und eventueller krankhafter äußerer Veränderungen) und Palpation (= Tastuntersuchung der Körperoberfläche zur Beurteilung von Konsistenz, Elastizität, Beweglichkeit, Schmerzempfindlichkeit usw.)
Röntgenuntersuchung - Auf dem Röntgenbild sieht man eine ty pische, fleckige Osteoporose (= Systemerk rankung des Skeletts mit Verminderung der Knochen masse). Nahezu zwingend ist der direkte Vergleich mit der gesunden Seite.
Behandlung der Sudecksche n Erkrankung:
Vorweg sei klipp und klar gesagt, die Sudecksche Erkrankung ist eine (schwerwiegende) Schmerzkrankheit und kann deshalb optimal nur von einem erfahrenen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" bzw. in einer schmerztherapeutisch anerkannten Klinik behandelt werden. Meist kommt man aber um die weiter unten beschriebenen, kontinuierlichen Nervenblockade techniken nicht herum, was aber nur stationär in Schmerzzentren (Schmerzkliniken) mit entsprechender Erfahrung möglich ist, so z.B. in Bad Mergen theim.
1) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung:
Im akuten Stadium ist Kortison
hilfreich, so. z.B. Metylprednisolon über 4-5 Tage 80 mg, dann über 2
Wochen wieder ausschleichen. Zuvor muß allerdings eine "echte" En tzündung
(z.B.
Knochentzündung)
ausgeschlossen werden.
Trizyklische
Antidepressiva
(= Mittel gegen die Depression, u.a. aber auch bei
Schmerzen
hilfreich). Ganz wichtig ist, daß
der Patient über eine solche Verordnung aufgeklärt werden muß,
denn damit soll primär nicht seine Psyche behandelt werden, sondern
diese Medikamente wirken auch schmerzlindernd, in dem sie den Serotonin
(= ein Gewebshormon)/ Noradrenalin
(= Hormon des Nebennierenmarks) Re-uptake (=
Wiederaufnahme) hemmen und somit der
Schmerz
entstehung entgegenwirken.
Empfehlung:
Amitriptylin und Clomipramin, bis zu
150 mg/Tag.
Auch können auch Antiepileptika
(= Mittel gegen die Fallsucht,
u.a. aber auch bei diesen Schmerzen hilfreich) gegeben
werden (Tremount-Lukats et al. 2000). Als wichtigste Medikamente aus
dieser Gruppe gelten heute Gabapentin
oder Pregabalin.
Die Aufdosierung kann rasch erfolgen, je nach Toleranz).
Die generelle
Empfehlung direkter
Analgetika
(=
Schmerzmittel)
ist schwierig, da die Ansprechbarkeit sehr individuell ist. Es sollte
deshalb zuvor eine
Analgetika
austestung erfolgen. Meist kommt man aber um
die Verordnung zentral (= im Gehirn / Rückenmark)
wirkende
Schmerzmittel nicht herum.
Auch die Gabe von Calcitonin (= ein Gewebshormon) soll günstig sein, die Studienlage hierzu ist aber nicht eindeutig und uns hat die Wirkung nicht überzeugen können.
Teilweise
wird darüber hinaus die Gabe von Bisphosphonaten empfohlen (z.B. Varenna
M, et al 2000). Medikamente aus dieser Gruppe werden u.a. auch zur Behandlung
der
Osteoporose
verwendet. Aber: Die amerikanische Arzneimittelagentur FDA erinnert in
einem Warnhinweis Ärzte daran, dass es unter der Therapie mit Bisphosphonaten zu
schweren
Schmerzen im Bewegungsapparat kommen kann. Die europäische
Arzneimittelagentur EMEA überarbeitet derzeit die Sicherheitshinweise einmal zu
den kardiovaskulären Risiken von Bisphosphonaten und dann zur Gefahr von
Kiefernekrosen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=30986 (Jan.
2008)
Bereits 2004 wurde die Wirkung von Bisphosphonate bei C
RPS I untersucht (Ruhr-Universität Bochum): Es zeigte sich weder eine
Reduktion des Dauerschmerzes noch eine Verminderung der
Schmerzattacken hinsichtlich Anzahl, Dauer und Intensität...... Die
Schmerzreduktionen durch Bisphosphonate bei C
RPS I-Patienten in anderen Studien könnten durch die im Frühstadium der
Erkran
kung wahrscheinlich häufig auftretenden
Spontanremissionen zurückzuführen sein.
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=974924059&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=974924059.pdf
Schließlich wäre noch Phenoxybenzamin zu nennen (Thoden 1987), wir haben aber bisher noch keinen eindeutigen positiven Effekt gesehen, dafür aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen.
2) Lokale (= örtliche) medikamentöse Therapie:
(Hauptsächlich im akuten Stadium) fettige DMSO (Dimethylsulfoxid) - Creme bzw. Gel, 4 mal /Tag aufgetragen (Zuurmond WW, 1996).
3) Therapeutische Lokalanästhesie
Die konsequente Anwendung der
therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
führt bei
der
Sudecksche
n Erkrankung
zu wirklich beachtlichen Erfolgen.
Für den Bereich der
Arme haben
sich engmaschig wiederholte
Stellatumblockade
n
(= Betäubung des
Ganglion stellatum, eine
vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
bewährt ((auch als GLOA
(= mit einem Opium-ähnlichen Medikament),
Nachteil dieser Methode ist aber,
daß kaum ein durchblutungsfördernder Effekt eintritt)), optimal in
kontinuierlicher Form mit Katheter*.
Auch die
kontinuierliche Blockade des
Plexus brachialis mit Katheter**
ist
sehr hilfreich (und auch risikoärmer als Stellatumblockaden), zumal das
Nerven
geflecht des
Arm
es reich an vegetativen Fasern ist, so daß es neben der erwünschten
Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung) auch zu
einer Steigerung der Durchblutung kommt und somit die gestörte Mikrozirkulation
im
Schmerz
bereich optimiert wird.
Im Bereich der
Beine
(einschließlich Hüfte)
kommen bei dieser Erkrankung ebenso
kontinuierliche Blockadetechniken** zur Anwendung:
Hüfte: Kontinuierliche Blockade des Plexus lumbalis mittels N. femoralis-Katheter**
Oberschenkel, Knie: Kontinuierliche Blockade des N. femoralis** (periphere Variante)
Unterschenkel (hinten und außen) sowie Füße: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus**
Auch die
Nerven
femoralis und ischiadicus führen vegetative
Fasern, so daß die erwünschte
Sympathikolyse
(= gefäßerweiternde und damit durchblutungssteigernde Wirkung)
ebenfalls eintritt.
Als nächst höhere Therapiestufe bietet sich dann die
kontinuierliche peri(epi)durale
(=
rückenmarknahe) Blockade
mit Katheter** an.
Die Sudecksche-Erkrankung
erfordert eine längerfristige
Blockadebehandlung (mindestens 2 bis 3 Wochen).
Daß serielle bzw. kontinuierliche Nervenblockaden bei dieser Kran kheit sehr hilfreich sind, ist auch schon seit längerem in der Fachliteratur gut dokumentiert. Z.B. Lehmann, K.A.: postoperative Schmerztherapie, WVGmbH Stuttgart, 485-93 (1993). - Murray, P., Floor, K., Atkinson, R. E.: Continuous axillary brachial plexus blockade for reflex sympathetic dystrophy - Anaesthesia 50 (7), 633-5 (1955). - Ribbers, G. M., Geurts, A. C., Rijken, R. A., Kerkkamp, H. E.: Axillary brachial plexus blockade for the reflex sympathetic dystrophy synd rom, Int. J. Rehabil. Res 20 (4), 371-80 (1977). Auch in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation sind zur Behandlung beim komplexen reg ionalen Schm erzsyndrom (Symp athische Reflexdyst roph ie) Nervenblockaden aufgeführt - http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll-na/036-006.htm
Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain 2% (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte.
Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympathische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. So wird z.B. in der Neuraltherapie aus diesem Grunde bewußt um das Gefäß herum infiltriert.
Manche Autoren empfehlen sog. Sympathikus-Blockaden mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen Blockademethode (= das Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird) ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich erhöhte Behandlungsrisiko.
4) Andere, zusätzliche Therapiemaßnahmen:
Als physikalische Therapiemaßnahme eignet sich bei dieser Kran kheit die Ultraschallbehandlung (Thomalske 1991).
Auch eine Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für die Hochtontherapie.
Ganz wichtig sind therapiebegleitend intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen (auch Lymph drainagen) und eine funktionelle Ergotherapie. Die krankengymnastische Übungsbehandlungen dürfen aber nicht schmerzhaft sein, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die Krankengymnastik, wenn durch die eben beschriebene Blockadebehandlung die Schmerz reizleitung weitgehend ausgeschaltet wird.
Hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson aber auch ein Schmerzbewältigungstraining sind eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
Neuerdings führen wir bei der Sudecksche n Erkrankung im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschenkel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Ahängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der Durchblutung wird der lokal (= örtlich) gestörte Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken).
Erläuterungen:
* Die neue
Bezeichnung der
International Association for the Study of Pain lautet:
CRPS
Ty
p I
=
Complex Regional Pain
Synd
rome
** Bei
der sog. kontinuierlichen Blockade eines Nerven mit Katheter wird der dünne
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht “aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das
örtliche
Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft
erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit
begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen
(= örtlichen)
Stoffwechsels (besonders wichtig bei
Sudecksche
r Erkrankung) resultiert.
Nach
neueren Erkenntnissen vermag diese intensive Blockadetherapie auch das sog.
Schmerz gedächtnis
zu
löschen.
Wer bezahlt
eigentlich eine erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert
Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen, zu
heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern, sofern die
Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist auch
zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder
Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".
Hinzu kommt seit dem
1.4.2007, daß alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst
aussuchen können.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die "Behandlungen
der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. Wiedereingliederung ins
Berufsleben dienen". Wenn also Ihre Rentenversicherung in diesem Sinne
laut Bescheid keinen Handlungsbedarf sieht, dann ist Ihre Krankenkasse für die
Kostenübernahme der stationären Rehabilitation zuständig. - Die Originaltexte
finden Sie hier:
http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st.
In diesem Text steht auch drin, daß bei einer drohenden Behinderung die
Krankenkasse Kostenträger ist, was dann auch für die Sudec
ksche Erkran
kung zutreffen würde.
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ku SB up date - Aktualisiert >30.01.2008> http://www.sudecksche-erkrankung.de <strong>Sudecksche Erkrankung</strong>